Wenn Bewegung schwer wird

Immobilität

Mangelnde Beweglichkeit und Immobilität gehören zu den häufigsten Einschränkungen , die ältere Menschen im Alltag erfahren. Herz- Kreislaufschwäche und Atemwegserkrankungen sowie Gelenkleiden und Schwindel beispielsweise bei Durchblutungsstörungen kommen oft zusammen und wirken sich oft beträchtlich negativ aus.

Oft kommt es zu wiederholten Stürzen oftmals mit Folgen wie Prellungen oder gar Knochenbrüchen . Ältere Menschen brauchen dann Hilfe und Unterstützung beim Aufstehen, bei der Körperpflege und auch bei Toilettengängen. Diese Abwärtsspirale gilt es mit einem individuellen aktivierenden Behandlungsprogramm zu durchbrechen.

Oft ist Immobilität Teil des sogenannten Frailty-Syndroms. Darunter verstehen Mediziner eine Gebrechlichkeit oder besser: Zerbrechlichkeit des älteren Menschen in Situationen wie akuter Erkrankung oder auch Flüssigkeitsmangel. Interessenlosigkeit und Antriebsschwäche, Gewichtsabnahme und Kraftlosigkeit sowie starkes Nachlassen der Beweglichkeit führen dann dazu, daß Patient und Angehörige sagen: " irgendwie geht es nicht mehr ". Der Hausarzt braucht dann eine spezialisierte Klinik, die dem Patienten einen Weg nach vorn zeigt.Ebenso bedürfen Patienten aus Kliniken oft einer sich anschliessenden mobilisierenden Behandlung.

Genau hier setzt Altersmedizin (Geriatrie) an.
Durch stationäre, tagesklinische und ambulante Behandlungen in unseren geriatrischen Kliniken können wir Erkrankungen des älteren Menschen günstig beeinflussen und ihn zudem aktivieren.

Hochfrequente Physio- und Ergotherapie sowie physikalischen Behandlungen wie Wärme und Massage führt der Patient nach einem individuellen Behandlungskonzept unter fachärztlicher Anleitung durch. Dabei stehen sowohl Einzel- als auch Gruppenanwendungen auf dem Programm.

Aktivierende Pflege und Versorgung mit Hilfsmitteln übernehmen wir ebenfalls und stellen mit unserem Sozialdienst für unsere Patienten die Integration in ein möglichst selbstbestimmtes Wohnumfeld zuhause oder bei Bedarf in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung sicher.

Bei all dem arbeiten wir eng mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin zusammen und stellen mit ihm/ihr gemeinsam die Weiterversorgung nach Entlassung über einen ausführlichen und detaillierten ärztlichen Entlassungsbericht mit Behandlungsempfehlungen und beigefügtem Medikamentenplan sicher. Bei Bedarf geben wir Ihnen bei Entlassung für den erforderlichen Zeitraum die Medikamente mit, bis der Hausarzt Ihnen weitere verschreibt.

Mit dem auf drei Säulen beruhenden geriatrischen Behandlungskonzept - stationär, Tagesklinik und ambulante geriatrische Versorgung - können Patienten mit eingeschränkter Mobilität ihre Beweglichkeit und Selbstständigkeit, so gut wie möglich, zurückerlangen.

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