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Akute oder dauerhafte Unterversorgung

Mangelernährung

Oft wird eine Mangelernährung als solche nicht erkannt oder nicht beachtet. Beschwerden wie Müdigkeit, allgemeine Schwäche, Antriebslosigkeit und Gewichtsabnahme werden als "Altersschwäche" fehlgedeutet und schicksalhaft hingenommen.

Eine akute oder dauerhafte Unterversorgung mit Energie, Eiweiß  und/oder lebensnotwendigen Nährstoffen (z.B. Vitamin B12, Vitamin D, Calcium, Zink) nennt man Fehl- und Mangelernährung. Etwa jeder zweite geriatrische Patient ist von Mangelernährung betroffen.

Eine Fehl- und Mangelernährung kann viele verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören:

  • Kau- oder Schluckbeschwerden, z.B. durch schlecht sitzende Zahnprothesen, Mundtrockenheit, Mund- und Speiseröhrenerkrankungen, Schlaganfall mit Schluckstörung, Parkinson
  • Verminderter Appetit und reduziertes Geschmacksempfinden, z.B. durch Medikamente
  • Essen meiden aufgrund von Schmerzen und Verdauungsbeschwerden
  • Unzureichende Verdauung und konsumierende Erkrankungen
  • Essensverweigerung, z.B. aufgrund von Demenz oder Depression
  • Soziale Probleme, z.B. Einsamkeit, Armut, Versorgungsprobleme

Das Fehlen von lebenswichtigen Nährstoffen führt zu einer Schwächung des Immunsystems.  Infektanfälligkeit ist die Folge. Durch den Mangel an Eiweiß, Vitamin D und Calcium werden Muskulatur und Knochen abgebaut,  ein erhöhtes Sturzrisiko entsteht, die körperliche Belastbarkeit nimmt ab, Bettlägerigkeit und Dekubitus drohen, Wunden heilen schlechter ab, Komplikationen treten häufiger auf.
Deshalb wird in der Geriatrie bei jedem Patient bereits bei Aufnahme der Ernährungsstatus erhoben und das individuelle Risiko für eine Fehl- und Mangelernährung  getestet. Wenn diese besteht, ermitteln wir die Ursache und kümmern uns uns darum, diese zu beheben.

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